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1970: Neues Bremssystem

Ab 1970 wurden alle Modelle serienmässig mit Scheibenbremsen vorne ausgerüstet. Ein computergesteuertes ABS an der Hinterachse, genannt "Trackmaster" wurde als Sonderausstattung für den Eldorado eingeführt. Ab 1972 war dieses System für alle Modelle als Option erhältlich, wurde aber Ende der 70er Jahre wieder aufgegeben.
(Mercedes bot ABS erst ab 1976 an)


1970 Coupé DeVille


1971 Coupé DeVille

1972: Cadillacs siebzigstes Firmenjubiläum

1972 Eldorado Convertible

Derjenige Cadillac, der diese Verkaufsrekorde am meisten beeinflusste, war das 1972er Coupé deVille. Es stellte ein Fahrzeug dar, das Enthusiasten noch heute anspricht. Sie sehen darin ein robustes Auto - nicht rar, nicht exotisch, weder ultrateuer noch mit Luxus überladen. Kurz gesagt, ein panamerikanisches Symbol moderner Ingenieurskunst. Es wurde von einem bulligen V8-Motor mit 345 PS angetrieben und hatte serienmässig ein Automatikgetriebe.

1972 krönte die Cadillac Motor Division ihr 70. Firmenjubiläum mit einer verfeinerten Serie von Automobilen, die dazu beitragen sollten, Rekorde bei Verkäufen und Auslieferungen aufzustellen. In jenem Jahrzehnt wurden wirtschaftlichere Motoren mit verringerten Abgasemissionen konstruiert. Ein Modell dieses Jahrgangs war zum Beispiel der zobelschwarze Eldorado, den der russische Präsident Leonid Breschnew von Präsident Nixon erhielt. Dazu kamen Automatikgetriebe, Zweikreis-Servobremsen, Servolenkung mit variablem Kraftfeedback und elektrische Fensterheber.


1972 Coupé DeVille
1973: Indianapolis

Ein weisses Eldorado-Cabrio mit Jim Rathman am Steuer fungierte 1973 als Schrittmacher beim Indianapolis 500 - Rennen.

1974: Das erste Airbag-System

1974 Brougham

Cadillac führte als erste Firma die Verwendung eines Luftkissenrückhaltesystems ein (den Airbag), um den Fahrer bei einem Frontalaufprall zu schützen.


1974 Eldorado
1975: Die Einführung des Cadillac Seville

1975 Seville

Der Eldorado verlor in dieser Saison die Umrandung an den hinteren Kotflügeln und erlebte ausserdem ein umfassendes Facelifting. Neu waren eckige Scheinwerfer. Die um die Ecke gezogenen Lampen verschwanden und wurden ersetzt durch schmale, rechteckige Exemplare, die in die Spitzen der vorderen Kotflügel eingelassen waren. Die Parkleuchten und Blinker wurden in die Stossstangenenden integriert. Breitere hintere Seitenfenster erschienen im Coupé und ein neuer gestreifter Kühlergrill kam in beiden Modellen zum Einsatz. Die hinteren Kotflügelausschnitte wurden verbreitert, so dass die horizontale Gürtelzierleiste nun genau vor den Radkästen endete.

Den in der Grösse international abgestimmten Seville stellte Cadillac im Mai 1975 vor. Dieses Auto war ein kompakterer und leicht manövrierbarer Cadillac mit grosszügigen Innenabmessungen und verringertem Kraftstoffverbrauch. Beim Seville war die elektronische Kraftstoffeinspritzung serienmässig. Der in den Abmessungen verkleinerte, aber luxuriöse neue Cadillac Seville wurde sofort zum Erfolg.


1975 Eldorado Convertible
1976: Letztes Eldorado Cabriolet

1976 Eldorado Convertible

1976 war das Jahr, in dem GM die letzten Cabriolets herstellte. Das Eldorado-Cabriolet, dessen letzte 200 Exemplare ganz in Weiss produziert wurden, verkaufte sich für erstaunliche Summen an Spekulanten, obwohl er mit einer totalen Produktion von 14'000 Stück kaum als selten bezeichnet werden kann.

1977: 75. Firmenjubiläum

1977 Coupé DeVille

Cadillacs 75. Firmenjubiläum brachte einen Schock für alle Traditionalisten mit sich, denn die grossen Modelle erfuhren nun eine deutliche Verkleinerung. Die Werbung erklärte dazu: "Sie müssen sie fahren, damit Sie merken, warum wir sie als die nächste Generation von Luxusautos bezeichen". Alle Modelle ausser dem Seville wurden nun mit einer leichteren und kleineren V8-Maschine ausgestattet (5.7 Liter). Dieses Kraftwerk ging aus einer Testreihe mit 110 Experimentalmotoren hervor. Der riesige 8,1-Liter-Motor war passé. Die Fleetwoods bzw. De Villes der neuen Generation waren von Grund auf neu konstruiert, um den Umgang mit dem Raumangebot effizienter zu gestalten. Das bedeutete eine neue Karosserie, ein neues Chassis, ein neues Fahrwerk und ein neuer Motor, alles in einem integrierten Design.


1977 Cadillac Modelle

1978: Weitere Spitzen-Cadillacs

 

Für den Seville gab es erstmals einen "Reise-Computer", mit dem unter anderem sowohl der aktuelle als auch der durchschnittliche Benzinverbrauch angezeigt werden konnte.

Der Seville Elegante wurde in zwei verschiedenen Varianten mit Zweifarbenlackierung angeboten: Platin und Zobelschwarz oder Westernsattel-Firemist und Ruidosobraun. Beide hatten ein lackiertes Metalldach statt Vinyl. Die zweite Farbe begann oberhalb der Gürtellinie. Die Innenräume boten Telefon, Bandgeräte und persönliche Gegenstände. Lediglich etwa 5'000 Seville Elegantes wurden in jenem Jahr gebaut, aber das Sondermodell sollte auch in den Folgejahren angeboten werden.

1979: Ein hochentwickelter Eldorado

1979 Eldorado

Das Modell von 1979 war der bis dato höchstentwickelte Eldorado und bot an der Hinterachse eine Einzelradaufhängung mit Schräglenker, Schraubenfedern und serienmässiger elektronischer Niveauregelung; dazu kam der sparsame V8-Motor aus dem Seville mit 5,7 Litern Hubraum und 170 PS.